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Nina Schneider geb. Sommermeyer

geboren am 26. März 1926 in Berlin-Wilmersdorf
gestorben am 10. Dezember 2019 in Hamburg

Ein kleiner, erster Blick auf die Biografie meiner Mutter:
Nina Sommermeyer kam am 26. März 1926 in Berlin-Wilmersdorf auf die Welt. 1931, als sie fünf Jahre alt war, erbte ihr Vater die väterliche Gärtnerei in Schwante und zog mit seiner Familie auf's Land. Beide Eltern waren in Rußland geboren und aufgewachsen - die Mutter in Moskau, der Vater in Sankt Petersburg. Im Ersten Weltkrieg waren sie in Sibirien interniert und kehrten mit der Revolution nach Deutschland zurück. In Schwante verlebte Nina und ihr drei Jahre jüngerer Bruder Werner eine glückliche und behütete Kindheit inmitten weiter Felder und herrlicher Blumen, Katze und Hund gehörten zu ihren treuen Begleitern. Da die Gärtnerei als "ernährungswirtschaftlich wichtiger Betrieb" galt, mußte der Vater nicht in den Krieg ziehen. Auch wenn im nahegelegenen "Schein-Berlin" mit seinen vorgetäuschten Berliner Kulissenhäusern viele Bomben abfielen, blieb das Kriegsgeschehen auf Distanz. Im Februar 1945 konnte sie auf dem Henningsdorfer Gymnasium noch ihr Abitur ablegen. Nach kurzem Arbeitsdienst und Flak-Einsatz ging sie am 23. April 1945 mit ihren Eltern auf die Flucht: Mit dem Fahrrad gelangten sie über den Elbtravekanal in die englische Zone und kamen auf dem Gut Groß Weeden unter. Ihr Vater baute dann in Bliestorf bei Lübeck einen neuen landwirtschaftlichen Betrieb auf. Nina Sommermeyer ging bald zum Studium der Germanistik nach Hamburg. 1951 lernte sie im literaturwissenschaftlichen Seminar den Assistenten Karl Ludwig Schneider kennen. Ein Jahr später heirateten sie in Zürich. Eine Stadt, die  beide, unabhängig voneinander, in den ersten Nachkriegsjahren als eine geistig offene und prosperierende  Welt kennen- und lieben gelernt hatten. Nina zudem hatte in Zürich Petersburger Verwandte. In Hamburg lebten beide im Elternhaus meines Vaters in Wellingsbüttel. 1958 habilitierte sich Karl Ludwig Schneider und wurde 1960 auf den Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturgeschichte der Universität Hamburg berufen. Nina Schneider begleitete sein wissenschaftliches Leben aufs engste und stand ihm in allen Belangen stets zur Seite. Seinen frühen Tod im Jahr 1981 konnte sie nie verwinden. Beinahe zehn Jahre brauchte es, bis sie ihren eigenen, neuen Weg ins Leben fand. Mit Ausstellungen über Georg Heym, Ernst Stadler und die Weiße Rose knüpfte sie an das Schaffen Karl Ludwig Schneiders an, setzte es fort, bereicherte es aber auch entscheidend. Sie erschloß sich dabei einen großen neuen Bekanntenkreis und fand unter jungen wie gleichaltrigen Menschen viele gute Freunde, die ihren Rat und ihre Anteilnahme sehr schätzten. In der Familie war sie schließlich die einzige der Elterngeneration und so flossen bei ihr alle Fäden zusammen. Von Krankheit und Altersschwäche gezeichnet, zog sie sich in den letzten zehn Jahren immer mehr aus dem Leben zurück und lebte in ihrer eigenen, erinnerten Welt.
Katja Schneider

Kerzen

Kerze

Ertel Beerdigungs-Institut
entzündete diese Kerze am 17. Dezember 2019 um 10.14 Uhr

Liebe Angehörige,

in dieser Zeit des Schmerzes wünschen wir Ihnen Kraft, den Verlust im Kreise Ihrer Liebsten zu verarbeiten. Als Zeichen unserer Anteilnahme und des Gedenkens entzünden wir dieses erste Licht. Möge diese Gedenkseite Ihnen helfen, Erinnerungen zu teilen und so das Andenken gemeinsam wachzuhalten.

In aufrichtiger Verbundenheit

Ihr Team von Ertel Beerdigungs-Institut St. Anschar

Kondolenzen

Stimmungsbild

Familie Leyenberg
schrieb am 26. Dezember 2019 um 21.00 Uhr

Unsere Tante Nina wollte nie Tante genannt werden. Sie war auch keine Tante im herkömmlichen Sinne. Tatsächlich war sie eine Frau mit viel Herz und Geist. Sie war so meinungsstark, dass wir uns nicht trauten Tante zu sagen. Dabei war das Wort ein Synonym für Vertrautheit, ja Zugewandtheit. Wir erinnern uns in Dankbarkeit, Respekt und Bewunderung an Nina. Die Leyenbergs

Bilder

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